Auch für Übersetzungen ins und aus dem Kurdischen stehen uns mehrere Sprachexperten zur Verfügung. Kurdisch gehört zu den nordwestiranischen Sprachen, die von Kurden in Vorderasien gesprochen werden. Es gibt zwei Hauptdialektgruppen: Nordkurdisch (Kurmandschi) und Zentralkurdisch (Sorani). Studien aus dem Jahr 2009 schätzen die Zahl der kurdischen Muttersprachler auf insgesamt 20 bis 30 Millionen.

  • Nordkurdisch (Kurmandschi) ist die größte Dialektgruppe und wird von 15 bis 20 Millionen Kurden in der Türkei, Syrien, Nordirak und im nordwestlichen Iran gesprochen. Dieser Dialekt wird im lateinischen Alphabet geschrieben. Bahdini, ein Subdialekt des Kurmandschi, wird mit dem Sorani-Alphabet geschrieben, das starke Ähnlichkeit zur persischen und arabischen Schrift aufweist.
  • Zentralkurdisch (Sorani) wird von rund 6 bis 7 Millionen Kurden in der Region Kurdistan im Norden des Irak und in der iranischen Provinz Kurdistan gesprochen. Sorani wird von der Regierung der Autonomen Region Kurdistan als Amtssprache anerkannt. Es ist wichtig zu wissen, dass der Bahdini-Dialekt mit dem Kurmandschi-Dialekt nahezu identisch ist, obwohl dieser mit dem Sorani-Alphabet geschrieben wird.

Obwohl Zentralkurdisch in der Autonomen Region Kurdistan in Irak als Amtssprache anerkannt wird, ist die Unterdrückung von Kurden seit jeher politische Realität. In Syrien ist es verboten Publikationen in kurdischer Sprache zu herauszugeben, auch wenn das Verbot aufgrund des Bürgerkrieges derzeit nicht durchgesetzt wird. Bis August 2002 hatte die türkische Regierung die Verwendung der kurdischen Sprache stark eingeschränkt und Kurdisch in Schulen und in den Medien verboten. Viele Kurden, die sich solchen Zwängen nicht unterwerfen wollen, verlassen ihre Heimat und suchen Zuflucht in Ländern, in denen sie ihre eigene Sprache sprechen und ihre Kultur pflegen können. Die problematische Situation Kurdischer Flüchtlinge und Vertriebener im Nahen Osten hat im 20. Jahrhundert begonnen und dauert heute noch an.

Viele Kurden, vorwiegend politische Flüchtlinge und Menschen, die ihre wirtschaftliche Situation verbessern wollen, sind nach Kanada und in die Vereinigten Staaten ausgewandert. In einer statistischen Erhebung wurde die Zahl der 2011 in Kanada lebenden Personen kurdischer Volkszugehörigkeit mit 11.685 beziffert.

In den Vereinigten Staaten haben sich seit 1976 zahlreiche Kurden in Nashville niedergelassen, wo heute die größte kurdische Gemeinde der USA mit dem Spitznamen Klein Kurdistan lebt. Die ersten Auswanderer waren Kurden aus der Türkei, die sich in den 1960er-Jahren in Deutschland, Österreich, den Beneluxländern, Großbritannien, in der Schweiz und Frankreich niedergelassen haben. Deutschland ist Heimat einer großen kurdischen Gemeinde mit rund 800.000 Mitgliedern und damit die größte kurdische Diaspora.

Die schwierige Situation der ethnischen Volksgruppe der Kurden und die Größe der kurdischen Diaspora, vor allem in Deutschland, verdeutlichen, dass ein erster Schritt in der Unterstützung dieser Gesellschaft ihre Rechte in Anspruch zu nehmen darin besteht, ihr eine Stimme zu verleihen. Dabei kommt der Sprachkombination Deutsch-Kurdisch/Kurdisch-Deutsch aufgrund der großen kurdischen Gemeinde in Deutschland besondere Bedeutung zu. Übersetzungen kurdischer Dokumente, Briefe oder Texte werden dazu beitragen, diesen Menschen in der Gesellschaft Gehör zu verschaffen.

Die meisten zu übersetzenden kurdischen Dokumente und Materialien sind im Sorani-Dialekt verfasst, der zweiten Amtssprache in Irak, die in politischen Dokumenten schlicht als „Kurdisch“ bezeichnet und von fast allen Kurden verstanden wird. Im Gegensatz dazu wird der Kurmandschi-Dialekt nur von Kurmandschi-Sprechern verstanden. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum Experten mit den unterschiedlichen Dialekten der kurdischen Sprache vertraut sein müssen, um den sprachlichen Anforderungen der kurdischen Diaspora gerecht werden zu können. Kurmandschi oder Badini/Bahdini (Bahdinani), die in der türkischen Provinz Hakkâri und im Gouvernement Dahuk der Autonomen Region Kurdistan in Irak gesprochen werden, verwenden das Sorani-Alphabet; auch hier ist die genaue Kenntnis aller Abweichungen gefragt. Unsere Sprachexperten sind sich der Feinheiten bewusst, auf die es bei der Übersetzung der kurdischen Sprachen ankommt. Unser Team ist sogar mit seltenen Dialekten wie Zazaisch (Zaza), Faili (Feyli) und Gorani vertraut und kann die Anforderungen der kurdischen Diaspora in ihren neuen Gesellschaften zuverlässig erfüllen.

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